Sonderausstellungen

Sonderausstellung: „Vom Ackerschlepper bis zur Zugmaschine“

(6. August bis 22. September 2005)

Ab 1931 begann nach amerikanischen Maßstäben die Fertigung der „Opel Blitz“ Lastwagen von 1,5 bis 3t Nutzlast. Den Namenszusatz „Blitz“ ermittelten die Hersteller durch ein großes Preisausschreiben.

Im Jahre 1936 kam der neue Dreitonner „Opel Blitz 3,6-36 S“ auf dem Markt und 1937/38 auch eine neue Motorengeneration. Wegen der großen Nachfrage wurde ein neues LKW-Werk mit einer Fertigungskapazität von 150 Fahrzeugen pro Tag in Brandenburg/Havel gebaut.

Mit 75 PS war der „Blitz S“ bis zu 90 km/h schnell und konnte ohne weiteres bis zu 4t tragen. 95.000 Einheiten, vorwiegend für militärische Zwecke, wurden bis August 1944, als Bombenangriffe das Werk restlos zerstörten, gebaut. Ab 1940 gab es noch eine Allrad – Version, den „LKW 3t Opel 6700 Typ A“. Hiervon produzierte das Werk über 25.000 Stück. Entscheidend für den großen Erfolg dieses Typs waren seine leichte, aber robuste Bauweise, gute Geländeeigenschaften und Funktionssicherheit. Nach Kriegsende wurden alle noch vorhandenen Fahrzeuge dringend für den Wiederaufbau und die Versorgung benötigt, weshalb der „Blitz“ noch viele Jahre zum Straßenbild in beiden Teilen Deutschlands gehörte.

Die Sonderausstellung zeigt neben einem Allrad-Fahrzeug in Wehrmachtsausführung verschiedene Nachkriegsumbauten, u.a. eine Version mit Holzgasantrieb. Neben dem 3-Tonner „Blitz“ sind noch einige leichtere Typen, die so genannte „Lieferwagen“ jener Zeit, zu sehen.

Im Jubiläumsjahr „100 Jahre Automobilbau in Sachsen“ möchte der Verein Historische Nutzfahrzeuge e.V. in Form einer Sonderausstellung mit zahlreichen Exponaten und zeitgeschichtlichen Informationen dieses Ereignis mit gestalten. Im Museum existieren zur Zeit 15 Fahrzeuge aus westsächsischer Produktion. Dazu werden im Verlauf der Sonderausstellung zeitlich versetzt noch verschiedene interessante Leihgaben gezeigt, wie z. B. Wanderer oder Horch H3.

 

Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist die soeben abgeschlossene Restaurierung eines Autokrans vom Typ ADK III/3 „PUMA“. Damit verfügt der „Verein Historische Nutzfahrzeuge Hartmanndorf e.V.“ bereits über vier der wichtigsten Exponate dieses Herstellers und damit sicher über die umfangreichste derartige Sammlung.

Neu im Museumsshop: „Giganten der Arbeit“
Die Geschichte der DDR-Fahrzeugkrane
von Dipl.-Ing. Walter Lüttche, Nordhausen
Preis: 49,- EUR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Zweite Weltkrieg bedeutete das Aus für die traditionsreiche „Vogtländische Maschinenfabrik A.G.“, denn Bombenangriffe sowie spätere Demontagen und Sprengungen der Fabrikanlagen löschten den Plauener Nutzfahrzeughersteller  faktisch aus. Aber viele konstruktive Lösungen, besonders aus der Motorenentwicklung fanden im „IFA H6“, sowie seinem kleineren Bruder, dem „IFA H3A“ Anwendung. Die Sonderausstellung stellt einen VOMAG Typ 5Cz50 von 1928 und einen H6 von 1958 gegenüber. Ein H3A von 1956 ist ebenfalls neu in der Ausstellung vertreten.

Sonderausstellung: „Phänomen/Robur-Fahrzeuge und Motoren aus Zittau“ 

(1. Mai bis 29. August 2006)

Sonderausstellung: Der „OPEL – BLITZ“ Eine deutsche Nutzfahrzeuglegende

(ab 16. Oktober 2005)

Sonderausstellung: „Nutzfahrzeuge aus Chemnitz und Zwickau“

(5. April bis 30. September 2004)

Sonderausstellung: Die „Raubkatzen“ aus Ostsachsen „PANTHER“ und „PUMA“ – Autokrane aus Sebnitz

(1. Oktober 2003 bis 31. März 2004)

Mit dem "Typenbuch Fahrzeugkrane - Entwicklung und Produktion in der DDR" erscheint jetzt endlich eine der wohl umfassendsten Abhandlungen über den Fahrzeugkranbau in der ehemaligen DDR. In mehrjähriger intensiver Recherche ist es dem Autor Dipl-Ing. Walter Lütche gelungen, eine rund 240 Krantypen umfassende Technikgeschichte des DDR-Kranbaus zu verfassen und somit ein Stück deutsche Kranvergangenheit vor dem Vergessen zu bewahren. Denn mit dem Ende der DDR kam auch das Aus für die Krantechnik made in Zeitz, Magdeburg oder Babelsberg. Und bereits heute weiß kaum noch jemand zu sagen, wann, wo, welche Krantypen entwickelt und gebaut wurden; zu viele Unterlagen gingen in den turbulenten Zeiten der Wende für immer verloren.

Quelle: www.kranmagazin.de

Sonderausstellung: „Vom VOMAG zum IFA H6“

(seit 30. November 2002) 

Regelmäßige Sonderausstellungen sind mittlerweile eine feste Ergänzung zu unserer Dauerausstellung. Wir wollen unseren Museumsgästen immer wieder aufs Neue ein abwechslungsreiches Programm bieten, indem wir einzelne Ausstellungsstücke aus unserem Fundus zu verschiedenen Themen präsentieren und von der Möglichkeit Gebrauch machen, Leihgaben anderer Sammler und Vereine auszustellen. In Form dieser Sonderausstellungen können ganze Fahrzeugreihen unter einem speziellen Motto vereint werden. Wie Sie anhand der unten stehenden, bereits vergangenen Präsentationen sehen können, bedienen wir entweder ein spezielles Fahrzeug, einen Fahrzeugtyp oder aber wir „reisen“ mit unserer Sonderausstellung in eine sächsische Region. 

Drei Generationen Omnibusse aus Zittau

Teilansicht Sonderausstellung mit Fahrgestell

Unsere aktuelle Sonderausstellung befasst sich mit den Produkten aus Zittau, einem traditionsreichen Unternehmen, dass seit seiner Gründung 1888 im Fahrzeugbau tätig war. Waren es anfangs vorwiegend Fahrräder, befasste man sich schon vor dem 1. Weltkrieg mit der Herstellung von Kraftfahrzeugen. Neben Krafträdern und PKW gab es erste Entwicklungen auf dem Nutzfahrzeugsektor. Zunächst waren es Dreiradfahrzeuge, die besonders in den zwanziger Jahren die Produktion bestimmten. Bekannt wurde damals das „Phänomobil“, das besonders bei der Motorisierung der Post eine wichtige Rolle spielte. Da diese Technik bald an ihre Grenzen bezüglich Geschwindigkeit, Sicherheit und Nutzlast stieß, wurde der erste Vierrad – Nutzkraftwagen „4RL“ gebaut, den ebenfalls vorwiegend die Post einsetzte. Die letzte Vorkriegsentwicklung, der „Phänomen Granit 1500“ bildete dann auch die Grundlage für die danach in der DDR gebauten Fahrzeuge „Granit 27“, „Garant 30K“ und „Robur LO“. Ein Prototyp „D609“ dokumentiert den vergeblichen Versuch, in den 1970-er Jahren, eine neue, moderne Fahrzeuggeneration auf den Markt zu bringen. Charakteristisch für alle Serienfahrzeuge war der luftgekühlte Motor, der diese LKW auch für den militärischen Einsatz interessant machte. Die Motoren wurden in sehr vielen verschiedene Varianten auch als Stationär- und Industriemotor gebaut, so z.B. für Gabelstapler, Baumaschinen, Strom- oder Kühlaggregate Eine riesige Stückzahl dieser Motoren wurde u.a. in Kühlwaggons für die ehemalige Sowjetunion eingebaut. Das Aus kam für dieses traditionsreiche Unternehmen nach 1990. Die Absatzmärkte im Osten brachen schlagartig weg und ein versuchter Neuanfang in Form einer Kooperation mit der Fa. Klöckner-Humboldt-Deutz AG Köln scheiterte an der mangelnden Nachfrage. So ist diese Ausstellung ein Stück Zeitgeschichte.

Wie schon das Motto dieser Sonderausstellung erkennen lässt, gibt es für die besagte Fahrzeugkategorie viele Einsatzgebiete und entsprechend zahlreiche Fahrzeugvarianten. Kern der Ausstellung bilden historische Traktoren aus der Zeit zwischen etwa 1935 und 1955, so genannte Ackerschlepper. Dabei handelt es sich einerseits um typische Vorkriegsentwicklungen, wie z.B. „Lanz – Bulldog“ oder „11er Deutz“, andererseits um die fast vollständige Palette der DDR – Traktoren bis Ende der 50er Jahre mit so beeindruckenden Namen wie „Aktivist“, „Brockenhexe“ oder „Pionier“. Waren diese wichtigen Helfer der Bauern anfangs nur als Ersatz für die Zugpferde gedacht, setzte bereits vor dem Krieg eine atemberaubende Entwicklung ein. Neben ständiger Erhöhung der Motorleistung wurden auch immer neue Schritte in Richtung Geräteanbau und - antrieb getan. Den Anfang bildete die Riemenscheibe, um z.B. eine Dreschmaschine, später kam die Zapfwelle, um den Mähbalken anzutreiben. Mit der Entwicklung des hydraulischen Heckkrafthebers war dann eine weitere wichtige Entwicklungsetappe vollzogen. Nun wurde die Arbeit des Traktoristen erheblich leichter und effektiver, denn fast alles war im Einmannbetrieb zu schaffen. Es sei hier noch auf eine besondere Gattung hingewiesen, den Geräteträger, etwa der RS 08 „Maulwurf“.

Standort Chemnitz/Hainichen/Frankenberg

Standort Zwickau/Werdau

Unsere Sonderausstellung „Von Horch bis Sachsenring – Nutzfahrzeuge aus Zwickau und Werdau von 1945 bis 1967“ bietet Ihnen die wohl einmalige Gelegenheit, alle diese Fahrzeuge noch einmal hautnah zu erleben. Historische Kraftfahrzeugtechnik, die in manch einem Betrachter schöne Erinnerung an Vergangenes hervorruft, wird wieder lebendig. In diesem Sinne laden wir Sie herzlich zu einem Besuch unseres Museums ein.

Sonderausstellung: Von „Horch“ bis „Sachsenring“

 - Nutzfahrzeuge aus Zwickau und Werdau von 1945 bis 1967 -

(24. November 2007 bis 30. April 2008)

H6B und H3B

Reihenweise H6

S 4000-1 - Tankwagen

Mit 13 eigenen Exponaten und zwei Leihgaben präsentieren wir Ihnen mit unserer aktuellen Sonderausstellung die beinahe vollständige Produktpalette der Zwickauer und Werdauer Nutzfahrzeugproduktion der Jahre 1945 bis 1967. Bereits im Rahmen der Sonderausstellung „Nutzfahrzeuge aus Westsachsen“ hatte unser Museum neben Fahrzeugen aus Chemnitz und Plauen auch einige Vertreter aus  Zwickau und Werdau versammelt. Inzwischen konnte unser Verein weitere interessante Fahrzeuge beschaffen und restaurieren, sodass nun eine eigene Sonderschau über den Nutzfahrzeugbau an diesen beiden geschichtsträchtigen Produktionsstandorten möglich ist.

Den schwierigen Neuanfang im Zwickauer „HORCH“-Werk markiert der 3-Tonnen LKW „H3“, ausgestattet mit einem „Maybach“ 6-Zylinder – Ottomotor. Von dem zwischen 1947 und 1949 aus Restbeständen der Kriegsproduktion gefertigtem LKW erblickten nur 852 Einheiten das Licht der Welt. Bis 1950 dessen Nachfolger, der bereits mit einem Dieselmotor versehene LKW „H3A“, sowie der davon abgeleitete Omnibus „H3B“ auf den Markt kamen, verließen in Zwickau noch etwa 2.600 Traktoren vom Typ „Pionier“ die Fertigung. Der zweite Zwickauer Fahrzeughersteller, die ehemaligen „Audi“-Werke, fertigte bis Mitte der 1950er Jahre hauptsächlich PKW der Typen „F8“, „F9“ und „P70“. Um die geplanten Stückzahlen des neuen Kleinwagens „Trabant“ realisieren zu können, verschmolzen sie 1958 mit dem „HORCH“-Werk zu „VEB Sachsenring – Automobilwerk Zwickau“.

Die Weiterentwicklung des „H3A“, der äußerlich beinahe baugleiche 4-Tonner „S 4000“ bzw. „S 4000-1“, lief daher nur bis 1958 in Zwickau vom Band und wurde anschließend bis 1967 im nahen Werdau weitergebaut. Hingegen produzierte der VEB Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ Werdau die beiden größeren LKW „H6“ und „G5“ von Anfang an. Neben den unterschiedlichen Varianten beider LKW-Typen zeigt unsere Ausstellung auch einen frisch restaurierten Omnibus vom Typ „H6B“. Nachdem 1959 die Herstellung des „H6“ endete und 1964 auch die Produktion des „G5“ das Aus ereilte, zog das Auslaufen des „S-4000“ 1967 einen Schlussstrich unter die westsächsische LKW-Produktion. Der zwar noch in Werdau als Nachfolger für alle Baureihen entwickelte Einheitstyp „W50“ wurde ab 1965 in Ludwigsfelde produziert.

Sonderausstellung: „Auf allen Vieren“ – Historische Nutzfahrzeuge mit Allradantrieb

(2. Dezember 2008 bis 30. April 2009)

Aus unserem Vereinsbestand von beinahe 30 allradgetriebenen LKW präsentieren wir Ihnen in unserer aktuellen Sonderausstellung „Auf allen Vieren“ mit 15 Exponaten ein breites Spektrum allradgetriebener Nutzfahrzeuge aus sieben Jahrzehnten, überwiegend sächsischer Fertigung. Der Allradantrieb für Nutzfahrzeuge wurde entwickelt, um auch bei schwierigen Bodenverhältnissen und Glätte sicher an sein Ziel zu gelangen. Es verwundert daher nicht, dass frühe allradgetriebene Nutzfahrzeuge in erster Linie im Dienst des Militärs standen. Bereits zwischen beiden Weltkriegen war diese Antriebsart technisch weit gereift und praxistauglich, jedoch auch teuer und anfällig. Auch in den Anfangsjahren der DDR war der Allrad-LKW noch vorwiegend dem militärischen Einsatz vorbehalten. Nur in geringem Umfang waren Feuerwehren oder Baufahrzeuge mehrachsig angetrieben. Erst mit der Entwicklung des „IFA–W50“, der ab 1965 in Ludwigsfelde produziert wurde, setzte sich Allradtechnik auch im zivilen, vornehmlich landwirtschaftlichen Sektor durch.

„P3“, „P2“, „Steyr“ und „Phänomen“ – Allradtechnik diente einst vorrangig dem Militär

„Opel Blitz 6700 A“ und „L60“

„G5“ – Antriebsskizze

Unsere Sonderausstellung „Auf allen Vieren – Historische Nutzfahrzeuge mit Allradantrieb“ bietet Ihnen die einmalige Gelegenheit, bekannte wie seltene Allrad-LKW hautnah zu erleben. Historische Kraftfahrzeugtechnik wird wieder lebendig. In diesem Sinne laden wir Sie herzlich zu einem Besuch unseres Museums ein.

Die Sonderausstellung zeigt u.a. einen LKW „Opel Blitz 6700 A“ mit  Hinterachs- und zuschaltbarem Vorderachsantrieb. Der Fahrer kann bei diesem Fahrzeug zwischen zwei Übersetzungsgruppen wählen, nicht jedoch die Achsen zusätzlich sperren. Auch bei dem gezeigten LKW „G5“ werden im Normalfall beide Hinterachsen angetrieben, während die Vorderachse nach Bedarf zugeschalten werden kann. Dem Fahrer ist es möglich, zwischen zwei Übersetzungsgruppen zu wählen. Die Achsen können nicht zusätzlich gesperrt werden. Die relativ geringe Reifengröße und die hintere Zwillingsbereifung begrenzen die Geländetauglichkeit des Fahrzeugs. Im Falle des gezeigten  LKW „W50-LA“ wird im Normalfall nur die Hinterachse angetrieben. Der Fahrer kann nach Bedarf den Allradantrieb zuschalten und zusätzlich das Zentraldifferenzial und die Hinterachse sperren.

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