Rundgang

Um Ihre Neugierde zu wecken, stellen wir unser Museum mit einigen Ausstellungsstücken kurz vor. Auf 1.400 qm sind inzwischen 50 liebevoll restaurierte Fahrzeuge zu sehen. Als der Verein sein Museum eröffnete, waren es ganze 26 Fahrzeuge. Die Ausstellung legt ihren Schwerpunkt auf historische Nutzfahrzeuge aus Sachsen und umfasst ein Spektrum von unserem ältesten Ausstellungsstück, einem Presto von 1913, bis hin zu unserem Jüngsten, einem Robur LO 3000 von 1990. Mittlerweilen ist der vorhandene Platz im Museum nicht mehr ausreichend, um alle Fahrzeuge des Vereins ständig auszustellen. Wir bemühen uns durch ein Rotationssystem und wechselnde Sonderausstellungen um eine große Vielfalt an Ausstellungsfahrzeugen. Wir bitten Sie um Verständnis, sollten Sie einmal eines der Fahrzeuge im Museum vermissen.

 

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Unser Museum ist stolz, Ihnen nach langer Restaurationszeit einen originalgetreuen und voll funktionsfähigen   IFA H 6 B/L präsentieren zu können. Nach dem 2006 fertig gestellten H3 ziert nun ein weiteres Glanzstück sächsischer Nutzfahrzeuggeschichte unsere Sammlung. Der H 6 B/L ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

IFA H 6 B/L

Im Jahr 1953 begann im VEB Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ in Werdau die Serienproduktion des LKW H 6. Auf der Basis dieses LKW konstruierte man einen knapp 10 m langen Omnibus in selbst-tragender Bauweise, den H 6 B. Er hatte vorn und hinten Starrachsen und erschien in verschiedenen Versionen. Mit dem Zusatzzeichen L, S, R oder U versehen, diente er als Linien-, Stadt-, Reiseverkehrs- oder Konferenz-Universalbus. Motorisiert mit einem vorn stehend eingebauten wassergekühlten 6-Zylinder-Wirbelkammer-Dieselmotor vom Typ Horch/Schönebeck EM 6-20 mit 9.036 cm³ Hubraum betrug die Motorleistung anfangs 120 PS, ab 1959 dann 150 PS.

 

Gebaut wurde der H 6 B von 1954 bis 1959 in einer Gesamtstückzahl von 1.910. Da das Werk in Werdau wegen der parallel stattfindenden Lastwagenbaus (H6, G5) an seine Kapazitätsgrenze geriet, verlagerte man in den Jahren 1955/56 die Produktion des Omnibusses zum Waggonbau Ammendorf. Qualitätsprobleme und Vertrags- streitigkeiten führten schließlich 1957 zur Rückführung der Produktion nach Werdau. Auf Beschluss des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) endete 1959 die Produktion des Omnibusses H 6 B. Fortan importierte die DDR die benötigten Großomnibusse aus der VR Ungarn (Ikarus) und der ČSSR (Skoda).

 

Die vorrangig bei den VEB Kraftverkehrs- und Nahverkehrsbetrieben eingesetzten Omnibusse H 6 B wurden in den Folgejahren teilweise mehrfachen Generalreparaturen (GR) unterzogen und so noch bis Mitte der 1970er Jahre am Leben erhalten. Nur im Rahmen des betrieblichen Werkverkehrs sowie bei den wenigen privaten Verkehrsbetrieben fuhren die H 6 B noch einige Jahre weiter.

vorher

nachher

Antriebsaggregat des H3 ist ein „Maybach“ 6-Zylinder – Ottomotor Typ HL 42, der wie viele andere Komponenten noch aus der Kriegsproduktion übrig war. Die gesamte Konstruktion des „A1500“ wurde überarbeitet, so dass schließlich ein Pritschenfahrzeug für 3 Tonnen Nutzlast entstand. Nachdem alle Reserven aufgebraucht waren, kam auch schon das Produktionsende. Inzwischen war mit dem H3A ein Nachfolger entwickelt worden, der dann in einer Stückzahl von über 30.000 bis 1958 produziert wurde. Die Weiterentwicklung daraus, der S4000, wurde dann schon in Werdau hergestellt und besiegelte damit das Ende der LKW-Produktion in Zwickau.

 

Der vereinseigene HORCH H3 konnte weitgehend aus originalen Teilen nach vorhandenen technischen Unterlagen aufgebaut werden und ist daher fast originalgetreu. Zweifellos war es eines unserer aufwändigsten Projekte. Wir danken in diesem Zusammenhang allen, die uns bei diesem Projekt geholfen haben, speziell Herrn Dr. Werner Lang, Zwickau. Wir hoffen nun, dass sich möglichst viele Besucher in unserem Museum an diesem Fahrzeug erfreuen werden.

 

 

 

 

Es ist vollbracht! Wieder ein Meisterstück unserer Vereinswerkstatt und natürlich vor allem unseres langjährigen Vereinsvorsitzenden Klaus Rudolph, der in unzähligen Stunden diese Arbeiten leitete und meist selbst Hand anlegte. Zu unserem Oldtimertreffen am 1. Mai 2006 rollte zur Überraschung vieler Besucher dieser LKW zum ersten mal auf das Museumsgelände. Er repräsentiert den Beginn des Nutzfahrzeugbaus in Zwickau nach 1945. Von den in den Jahren 1947 bis 1949 gefertigten 852 Fahrzeugen existieren heute nur noch eine Hand voll. Damit schien es aussichtslos, dass unser Verein jemals solch einen LKW beschaffen könnte. Die Konstruktion basiert auf dem „Auto – Union A 1500“, einer Entwicklung der Wanderer – Werke von 1941. Es handelte sich um einen 1,5 – Tonnen Frontlenker-LKW, der jedoch nicht in Serie ging.

HORCH H3 Nr. 853

MAGIRUS Löschgruppenfahrzeug SLG,

Canadian Military Pattern (CMP), Barkas B 1000-3

 

Ab sofort können sich alle Gäste und Vereinsmitglieder auf drei frisch restaurierte automobile Höhepunkte freuen. Das erste Fahrzeug ist ein 1942 bei der Klöckner-Humboldt-Deutz AG hergestelltes MAGIRUS Löschgruppenfahrzeug SLG. Das mit einem 70 PS starken Vierzylinder-Dieselmotor ausgestattete Fahrzeug war von unserem Verein in einem desolaten Zustand erworben und mit viel Fachgeschick und Mühe von unserem Werkstatt-Team unter Leitung von Klaus Rudolph restauriert worden. In „tannengrün“ lackiert und mit der Aufschrift „FFW Hartmannsdorf“ versehen, entspricht es dem Originalzustand von 1942. Die feuerwehrtechnische Ausrüstung ist weitgehend vollständig und originalgetreu. Ein Fahrzeug dieses Typs wurde von der Gemeinde Hartmannsdorf am 28. August 1942 für 20.635,95 Reichsmark (RM) von der Klöckner-Humboldt-Deutz AG erworben und bei der Freiwilligen Feuerwehr in Dienst gestellt.

 

Das zweite Fahrzeug, ein Canadian Military Pattern (CMP), wurde von Ford-Canada und Chevrolet-Canada in den Jahren 1939 bis 1945 in einer Gesamtzahl von etwa 350.000 Stück produziert. Die Militärfahrzeuge waren auf allen Kriegsschauplätzen des II. Weltkriegs im Einsatz. Es gab sie als 4x2, 4x4, 6x4 und 6x6-Variante mit sechs Radständen und vier Nutzlasten. Die Frontscheibe ist entgegengesetzt geneigt, um Spiegelungen durch die Sonne zu vermeiden. Ungewöhnlich für nordamerikanische Fahrzeuge sind die Rechtslenkung sowie die Anordnung des Gaspedals zwischen Kupplung und Bremse. Beide Hersteller verwendeten ihre eigenen Motoren und Antriebsteile, die oftmals untereinander austauschbar waren. Das bei uns ausgestellte Fahrzeug ist mit einem Sechszylinder-Reihenmotor von Chevrolet ausgerüstet. Das Aggregat mit einem Hubraum von 3.548 cm³ leistet 85 PS (62,5 KW).

Das dritte Fahrzeug, der B 1000-3, ist ein bauechter Sachse und in seiner dreiachsigen Form eine Rarität. Das 1981 in den VEB Barkas Werken Hainichen produzierte Fahrzeug ist ausgestattet mit einem wassergekühlten 3-Zylinder-Zweitakt-Otto-Motor mit 992 cm³ Hubraum und einer Leistung von 50 PS (34 kW). Der „Abschlepper“ besitzt Vorderachsantrieb und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h. Mit einer Gesamtlänge von 6,55 m überragt der Dreiachser die zweiachsige Pritsche um beinahe zwei Meter. Die Nutzlast beträgt wegen der dreiachsigen Bauweise 1.600 kg. Nach einer Restaurierungszeit von einem Jahr steht die seltene Variante ab sofort in unserem Museum.

Elektro-B 1000-3

Der zweite vereinseigene B 1000-3 ist nicht nur wegen seiner dreiachsigen Bauform eine Rarität. Der batterieelektrisch betriebene Barkas ist das einzige noch existierende von 10 produzierten Fahrzeugen und wurde in unserer Werkstatt in mühevoller Kleinarbeit restauriert. Als Energiespender dient ein Bleiakkumulator aus 48 Einzelzellen mit einer Nennspannung von 96 Volt und einer Kapazität von 350 Ah. Der Gleichstrom-Nebenschlussmotor hat eine Dauerleistung von 15 KW und eine Höchstleistung von 35 KW. Die Reichweite des Fahrzeugs liegt bei ca. 70 km, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 60 km/h.

 

Der restaurierte Elektro-B 1000-3 steht seit Mai 2010 in unserem Museum.

vorher

nachher

 

 

 

Schnittmodell eines S4000-1 im Foyer

Robur-Motoren aus Zittau

Historische Werkstatt

Fahrzeugausstellung

 

 

Historische Bushaltestelle

H6 und Vomag

Phänomen Granit

S4000

 

 

H6Z mit Tieflader

Sebnitzer „Kranfamilie“

Multicar M22 und M21

Opel „Blitz“ - G5

 

 

 

 

NVA - Fahrzeuge

Feuerwehrfahrzeuge

Mercedes LKW

Chevrolet und Presto

 

 

 

 

Wehrmachtsfahrzeuge

DFZ 632

H3 und H3A

Tankstelle

 

 

Borgward B 4500

Mercedes-Benz L 710 AK

H3A

Magirus Löschgruppenfahrzeug SLG

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          1. Mai 2006 – Der H3 wird kritisch inspiziert...

                 H3A und H3 – Vorbereitung für IFA-Treffen