JUBILÄEN & Ausfahrten

Oldtimerrundfahrt für Vereinsmitglieder am 11. September 2004

 

 

Am 13. September war für zahlreiche Mitglieder und Freunde des Vereins ein großer Tag. Zum ersten mal war eine längere Ausfahrt historischer Fahrzeuge geplant. Mit dem Ziel Seiffen starteten  9 Uhr 15 PKW und Leicht - LKW. War der Himmel anfangs noch wolkenverhangen, zeigte sich bereits nach der Durchfahrt von Chemnitz zum ersten mal die Sonne. In angemessenen Tempo, vorbei an vielen staunenden Passanten erreichte der Konvoi nach einer Frühstückspause in Marienberg das Erzgebirgsdorf. Ein gemütliches Mittagessen und ein kleiner Spaziergang mit dem Besuch in einer Spielzeugwerkstatt schlossen sich an, dann ging es auf den Rückweg. Bis Chemnitz hielten alle Oldtimer erstaunlich gut durch, obwohl viele zum ersten mal wieder so eine große Fahrt machten. Erst kurz vor dem Ziel musste der „Service“ ran, aber das führte nur kurzzeitig zu einigen Sorgenfalten. Nach Ankunft im Museum klang der Tag mit einem zünftigen Grillabend aus. Und das einstimmige Resümee: Im nächsten Jahr geht's wieder los!

Opel - Rekord

Opel - Blitz

Hansa - Cabrio

Mercedes - Ponton

IFA F9

Opel - Blitz Sankra

Pünktlich um acht Uhr in der Früh ging die Fahrt am Nutzfahrzeugmuseum Hartmannsdorf bei herrlichem Wetter los in Richtung Zittauer Gebirge. Nach einer sehr schönen Reise, inklusive ausgiebiger Frühstückspause kurz vor Bautzen, erreichten die 45 Ausflügler kurz nach elf Uhr Großschönau. Während die Herren dort das „Motorrad-Veteranen und Technikmuseum“ besuchten, bestand für die Damen die Möglichkeit, das „Deutsche Damast- und Frottiermuseum“ zu besichtigen. Von den Freunden des „Motorrad-Veteranen und Technikmuseums“, die wir bereits als Gäste in unserem Museum begrüßen konnten, wurden wir auf das herzlichste empfangen. Die anschließende Führung durch das Museum war für alle sehr interessant und für einige sicher mit Erinnerungen an die eigene Jugendzeit verbunden. Neben den zahlreichen Motorrädern umfasst die Großschönauer Ausstellung Fahrräder, Spielzeug, eine Dampfmaschine und viele andere Zeitzeugen vergangener Epochen. Nach dem Museumsbesuch ging die Fahrt weiter nach Jonsdorf in die „Dammschenke“ zum Mittagessen. Die sehr gute Oberlausitzer Küche hat allen gut geschmeckt. Anschließend konnte jeder im Kurort Oybin zwei Stunden Freizeit nach eigenen Wünschen gestalten. Viele besuchten die Bergkirche und die Klosterruine auf dem Berg Oybin. Gegen acht Uhr abends endete unser Ausflug in Hartmannsdorf.

Vereinsausfahrt am 21. April 2007 zum

„Motorrad-Veteranen und Technikmuseum“ Großschönau

10 Jahre „Verein Historische Nutzfahrzeuge e.V.“

Am 24. März 2005 besteht unser Verein 10 Jahre.

Nach bescheidenem Anfang und der ersten Fahrzeugrestauration, dem legendären „IFA H 6“ – Kipper, nahm unsere Verein eine sehr erfolgreiche Entwicklung, sowohl bei der Beschaffung und Restaurierung von Fahrzeugen als auch in der Anzahl der Mitglieder. Eine Vielzahl von Veranstaltungen und Ereignissen fanden in dieser Zeit statt. Absoluter Höhepunkt war die Eröffnung unseres Nutzfahrzeugmuseums, dass mittlerweile über 40 Fahrzeuge und zahlreiche andere Exponate rund um das Thema Nutzfahrzeuge sowie ein umfangreiches Archiv beheimatet. Dazu kommt noch ein Bestand von etwa 25 Fahrzeugen, die sich z. Z. in der Restaurierung bzw. aus Platzmangel im Depot befinden.

Breits am 19. März haben wir deshalb im Rahmen der normalen Öffnungszeiten allen Besucher unseres Museums einmal Gelegenheit gegeben, auch einen Blick in unser Depot zu werfen. Abends fand für alle Vereinsmitglieder und Ehrengäste eine kleine Jubiläumsfeier statt. 

 

Ein Dia-Vortrag gab einen kleinen Rückblick auf die noch junge, aber doch sehr erfolgreiche Vereinsgeschichte.

 

Nächster Höhepunkt wird am 14. April ein Fachsymposium unter Leitung von Prof. Dr. Peter Kirchberg sein. Es hat den Titel „Aller Laster Anfang – und Ende“ und beinhaltet u.a. Fachvorträge zum Thema Nutzfahrzeuge in der DDR. Es wurde speziell für ehemalige leitende Mitarbeiter der Fahrzeugindustrie organisiert. Entsprechend der vorhandenen Platzkapazität können aber auch weitere interessierte Besucher teilnehmen. Um Voranmeldung wird gebeten.

Der Vorstand

Unsere alljährliche Vereinsausfahrt führte uns am Samstag, den 20. September 2008, in die Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen. Damit auch die Vereinsmitglieder, die über kein eigenes Oldtimerfahrzeug verfügen, an der Ausfahrt teilnehmen konnten, wurde ein alter amerikanischer Schulbus angemietet. Gegen halb neun fuhren die insgesamt 17 Fahrzeuge am Nutzfahrzeugmuseum in Hartmannsdorf los. Erstes Ziel war das Fahrzeugmuseum der Firma Hertrampf in Nossen. Leider gab unser „Versorgungsfahrzeug“, ein Opel „Blitz“, bereits nach wenigen Kilometern den Geist auf. Nach einer schnellen Umladeaktion ging die Fahrt weiter über Wiederau, Rochlitz, Geringswalde, Waldheim nach Nossen. Das Museum der Familie Hertrampf hat mit seiner Vielfältigkeit allen gefallen. Für uns waren Tische und Bänke bereitgestellt, so dass wir dort ausgiebig frühstücken konnten. Weiter ging die Fahrt nach Meißen zur Porzellanmanufaktur. Dort führten uns zwei Damen durch die Schauwerkstatt und den Schauraum. Das war nicht nur für die Erwachsenen, sondern auch für die Kinder sehr interessant. In der Gaststätte der Manufaktur konnten wir uns dann, für viele überraschend, sogleich von der Funktionalität des edlen „Meissner Porzellans“ überzeugen. Nach der Rückfahrt zum Museum klang der schöne und interessante Tag am Grill aus. 

 

Unser Dank gilt allen Organisatoren. Vorschläge für die Ausfahrt im kommenden Jahr sind wie immer willkommen.

Oldietour nach Meißen

Am Samstag, dem 12. April 2008 fand wieder einmal unsere jährliche Vereinsausfahrt statt. Dieses Mal ging es mit dem Reisebus ins thüringische Eisenach. Auf dem Programm standen der Besuch der Wartburg sowie eine Besichtigung des Museums „Automobile Welt Eisenach“. Zur Verblüffung nicht weniger hatte es in der Nacht geschneit. Der Morgen war sehr kalt. Unverdrossen begannen wir pünktlich um 7.00 Uhr unsere Fahrt – dem Eise nach. Bereits in der Nähe von Gera kamen die ersten Sonnenstrahlen durch und unsere Stimmung besserte sich zusehends. An der Wartburg angekommen, begann nach einem kurzen Aufstieg vom Parkplatz um 10.45 Uhr einen interessante Führung, die uns viele, mit dieser Burg verbundene geschichtliche Höhepunkte nahebrachte. Nach einem sehr guten Mittagessen in schönem Ambiente in der Gaststätte „Sophienaue“ fuhren wir weiter zum Gelände des ehemaligen „Automobilwerkes Eisenach“, der früheren (bis 1991) Produktionsstätte des PKW „Wartburg“. Heute befindet sich dort das Automobilmuseum „Automobile Welt Eisenach“. Im Rahmen einer sehr ausführlichen Führung gewährte uns der Leiter des Museums einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Eisenacher Automobilfertigung – vom „Wartburg-Motorwagen“ 1899, über die BMW- und EMW-Automobile und Motorräder bis hin zum letzten von insgesamt 1,7 Millionen hergestellten „Wartburg“. Auf der Rückfahrt hielten wir noch zu einer kurzen Kaffeepause, die uns Frau Schroer mit selbstgebackenem Kuchen versüßte. Nach zwölf erlebnisreichen Stunden erreichten wir mit unserem Museum wieder den Ausgangspunkt der Fahrt. Der Dank gilt allen Organisatoren und unserem Vereinsmitglied Reiner Schmidt, der uns sicher chauffierte.

Über die Wartburg zum „Wartburg“

Unsere jährliche Vereinsbusfahrt führte uns am Samstag, den 16. Mai 2009, nach Radebeul. Pünktlich um neun Uhr startete der Bus am Sächsischen Nutzfahrzeugmuseum. In Radebeul stiegen wir um 10.28 Uhr in die Lößnitzgrundbahn, den sogenannten „Lößnitzdackel“. Bei anfänglich etwas durchwachsenem Wetter fuhren wir mit der dampflockbetriebenen Schmalspurbahn durch den schönen Lößnitzgrund über Moritzburg nach Radeburg. Dort wartete bereits unser Bus, um uns zurück nach Radebeul in die bekannte Panoramagaststätte „Spitzhaus“ zum Mittagessen zu bringen. Bei nunmehr heiterem Wetter und herrlicher Aussicht über das Elbtal, die Stadt Dresden bis hin ins Elbsandstein- und Erzgebirge haben wir dort sehr gut gegessen. Anschließend besuchten wir noch das DDR-Museum „Zeitreise“ in Radebeul. Die dort auf vier Etagen gezeigten Ausstellungsstücke haben manche alte Erinnerungen zurück gebracht. In der Burgstädter Gaststätte „Pari-Czarda“ fand der Tag einen schönen Ausklang.

 

Unser Dank gilt allen Organisatoren. Vorschläge für die Ausfahrt im kommenden Jahr sind wie immer willkommen.

Oldietour nach Radebeul

Unsere diesjährige Vereinsausfahrt am 26. August 2009 hatte das Deutsche Landwirtschaftsmuseum in Blankenhain und das Museum „Flugwelt“ auf dem Flugplatz Altenburg zum Ziel. Gegen 8.15 Uhr starteten die 28 Fahrzeuge am Nutzfahrzeugmuseum. Erstes Ziel war der Parkplatz im Grünefelder Park bei Waldenburg, wo wir in altbewährter Art frühstückten. Frisch gestärkt fuhren wir weiter über eine landschaftliche sehr schöne Strecke zum Deutschen Landwirtschaftsmuseum Blankenhain. In zwei Führungen besichtigten wir das Schloss und ein Museum voller interessanter Technik und Themenausstellungen. Nach dem Mittagessen im dortigen Haus des Gastes ging die Fahrt weiter nach Altenburg-Nobitz zum Flugplatzmuseum „Flugwelt“. Dieses sehenswerte Museum dokumentiert die Geschichte der Fliegerei und des Flugplatzes. Ausgestellt sind zahlreiche Flugzeugmodelle und originale Exponate bis hin zu Flugzeugen und Hubschraubern. Am Hartmannsdorfer Nutzfahrzeugmuseum klang der gelungene Tag mit einer Grillparty aus. Unser Dank gilt den Organisatoren, speziell unserem Vereinsmitglied Jörg Rudolph.

Vereinsausfahrt am 26. August 2009

Am 6. September 2009 nahm unser Verein mit vier Fahrzeugen am Festumzug des 18. „Tag der Sachsen“ in Mittweida teil. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir von Hartmannsdorf nach Mittweida. Pünktlich zum Umzugsbeginn begann es zu regnen. Trotz dieses schlechten Wetters säumten tausende Festbesucher die Strecke und spendeten Beifall. Gemeinsam mit unserem befreundeten Verein „Omnibus e.V. Mittweida“, der mit zwei Bussen teilnahm, ergab sich eine beachtliche Gesamtlänge unserer Fahrzeugkolonne von ca. 100 m. Die Übertragung des Festumzuges im MDR-Fernsehen war für unseren Verein eine tolle Werbung.

Auf unserer Vereinsbusfahrt am 15. Mai 2010 wollten wir zunächst in Dessau das „Hugo Junkers Museum“ und danach den „Wörlitzer Park“ besuchen. Trotz der tollen Ziele war der Zuspruch leider verhalten ausgefallen. Um 8.00 Uhr fuhren wir bei schlechtem Wetter am Museum ab. Nach einer kurzen Frühstückspause bei Könnern ging es weiter zum Dessauer Flugplatz. Das „Hugo Junkers Museum“ begeisterte alle Technikinteressierten. Hauptattraktion war eine sehr gut restaurierte „Tante Ju“ (Ju 52). Zahlreiche andere Produkte der Junkers-Werke, wie Badeöfen oder Durchlauferhitzer, vor allem aber die ausgestellten Flugzeugmotoren, zeugten vom damaligen Erfindergeist. Mittagessen gab‘s im „Kornhaus“, einem 1930 im Bauhausstil errichteten Ausflugslokal, direkt am nördlich von Dessau gelegenen Elbebogen. Da es immer noch kalt war und regnete, hatte niemand Lust in den „Wörlitzer Park“ zu gehen. Anstatt des Weltkulturerbes besuchten wir daher kurzerhand im Leipziger „Panometer“ das Weltnaturerbe Amazonien – ein in einem alten Gasometer befindliches 3.000 m² Rundpanorama des südamerikanischen Regenwaldes.

Vereinsbusfahrt am 15. Mai 2010

Unsere Vereinsbusfahrt am 14. Mai 2011 steuerte kulinarische Ziele an. Bei Sonnenschein und angenehmen Frühlingstemperaturen starteten wir um 8.00 Uhr am Nutzfahrzeugmuseum und fuhren zunächst zum „Halloren-Werk“ nach Halle/Saale. Unterwegs gab es wie immer ein reichhaltiges Frühstück. In Halle besuchten wir das Halloren-Schokoladenmuseum und den Halloren-Fabrikverkauf. Die Zeitreise durch die interessante und facettenreiche Geschichte der Schokoladenherstellung sowie die beeindruckende Produktionshalle machten Appetit auf Mehr. Entsprechend üppig fiel bei einigen Vereinsmitgliedern der Einkauf aus. Gegen 12.00 Uhr fuhren wir weiter nach Freyburg an der Unstrut, wo wir in der von Weinbergen umgebenen Gaststätte „Hotel Rebschule“ zu Mittag aßen. Danach besichtigten wir die Sektkellerei „Rotkäppchen“ im Ort. Hier erfuhren wir bei einem Gläschen Sekt allerlei Wissenswertes rund um die Herstellung des prickelnden Getränks. Gestärkt durch Kaffee und Kuchen ging es anschließend zurück nach Hause. Wir danken ganz herzlich allen, die zum Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben, speziell den Organisatoren, Kuchenbäckern und dem Fahrer.

Vereinsbusausfahrt am 14. Mai 2011 nach Halle und Freyburg

Unsere Vereinsausfahrt am 27. August 2011 hatte mit „Bert“ einen ungebetenen und ungeliebten Gast. Das skandinavische Sturmtief brachte neben einer (ganz angenehmen) Abkühlung vor allem lästiges Regenwetter mit sich. Trotzdem bzw. dem trotzend starteten wir morgens halb neun unsere diesjährige Tour. Selbst unsere „unbedachten“ Teilnehmer, etwa ein Mercedes Benz 300 SE Cabriolet oder ein Trabant Kübel, nahmen die feuchten Umstände gelassen hin. Erster Anlaufpunkt war das Museum für Historische Maschinen & Fahrzeuge in Leisnig. Familie Andrä empfing uns herzlich. Inmitten alter Baufahrzeuge konnten wir dann erst einmal unser Frühstück genießen. Der Rundgang durch die ehemalige Nudelfabrik hielt für Jeden Überraschungen bereit. Die facettenreiche Sammlung beherbergt neben alten Autos, Motorrädern und Maschinen unzählige Haushalts- und Alltagsgegenstände vergangener Zeiten, bis hin zu einer komplett eingerichteten Sattlerwerkstatt.  Anschließend führte uns die Ausfahrt in das Muldedörfchen Höfgen bei Grimma, wo wir in das Gasthaus Zur Wassermühle einkehrten. Nach dem Mittagessen ging es in Grimma über die Mulde und von dort aus zum Kloster Nimbschen. Leider regnete es nun in Strömen, sodass wir von den wunderschönen Außenanlagen kaum etwas mitbekamen. Stattdessen referierte in der Kulturscheune der Vorsitzende des Heimatvereins Großbothen, Herr Prof. Dr. Fritz Mauer, zur Geschichte der Region und zum Leben und Wirken von Friedrich Wilhelm Ostwald. Der in Großbothen wohnhafte und in Leipzig lehrende Ostwald war Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 1909. Am späten Nachmittag zurück am Nutzfahrzeugmuseum, ließen wir den erlebnisreichen Tag in gemütlicher Grillrunde ausklingen. Wir danken den Organisatoren für ihre Mühen und allen Teilnehmern für ihr Kommen.      

Vereinsausfahrt am 27. August 2011 nach Leisnig und Nimbschen

Wer rastet, der rostet!

10 Jahre Sächsisches Nutzfahrzeugmuseum Hartmannsdorf

Als sich am 26. Mai 2001 erstmals die Türen des Sächsischen Nutzfahrzeugmuseums in Hartmannsdorf öffneten, ging für die Mitglieder des Vereins Historische Nutzfahrzeuge e.V. ein Traum in Erfüllung. Nur sechs Jahre nach Gründung konnte der Verein seine 25 restaurierten historischen LKW in der etwa 1.200 m² großen, im Zeitraum von zwei Jahren errichteten Ausstellungshalle dem Fachpublikum und den interessierten Besuchern präsentieren. Die Gemeinde Hartmannsdorf und viele Sponsoren hatten das Vorhaben finanziell abgesichert, die Vereinsmitglieder sowie die staatlich geförderten Arbeitskräfte, die dem Verein halfen, in unzähligen Stunden den Neubau vorangetrieben. Entscheidungsmut und Tatkraft aller Beteiligten wurden von der nachfolgenden Entwicklung belohnt. Durch die kontinuierliche Erweiterung der Ausstellung, die Sonderausstellungen und Oldtimertreffen entwickelte sich das Sächsische Nutzfahrzeugmuseum zu einem Kleinod für Freunde alter Technik. Das wichtigste Ereignis ist dabei das große Oldtimertreffen „Von Hühnerschreck bis Brummi“ am 1. Mai eines jeden Jahres. Die inzwischen regional bekannte Veranstaltung lockt regelmäßig hunderte Oldtimer und tausende Besucher auf das Gelände am Museum.

Zehn Jahre nach der Eröffnung ist der Fahrzeugbestand des Vereins auf über 70 angewachsen, gut 40 davon stehen nun dichtgedrängt in der Ausstellungshalle. Der Vereinsgründer und heutig Ehrenvorsitzende Klaus Rudolph hat seither in der Vereinswerkstatt in weit über 10.000 freiwilligen Arbeitsstunden und mit wechselnden Arbeitsgruppen unterschiedlicher Beschäftigungsmaßnahmen manchen rostigen LKW wieder in ein Schmuckstück verwandelt. Seine Fachkenntnis und sein handwerkliches Geschick waren dafür die Grundlage, sein Ehrgeiz das Erfolgsgeheimnis. Mittlerweile ist die Sammlung des Vereins eine der größten in Deutschland. Ihrem Vereinsziel, die sächsische Nutzfahrzeuggeschichte umfassend zu dokumentieren, sind die rund 80 Mitglieder damit ein gehöriges Stück nähergekommen. Trotzdem (oder gerade deswegen) schraubt Klaus Rudolph, der inzwischen fast 75 Jahre alt ist, noch immer regelmäßig an weiteren Projekten, denn: Wer rastet, der rostet! Natürlich gibt es auch für die anderen Mitglieder und den Vereinsvorsitzenden Stephan Johann allerhand zu tun. So gilt es den samstäglichen Museumsdienst sowie die Teilnahme an regionalen Veranstaltungen, Ausstellungen und Treffen zu planen, die Internetseite zu gestalten und das Vereinslebens zu organisieren. Zudem dürfen der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen und Oldtimerfreunden nicht zu kurz kommen.

Doch hat jede Erfolgsgeschichte auch ihre Schattenseiten. Die umfangreiche und wertvolle Sammlung hat die Verantwortung ebenso wie die Sorgen und Wünsche zunehmen lassen. Sie hat sich zu einem regelrechten „Kulturauftrag“ entwickelt und droht, die geringen Kräfte und Möglichkeiten des Vereins zu übersteigen. Denn im Unterschied zu den staatlich bzw. privatwirtschaftlich finanzierten Museen lebt das Nutzfahrzeugmuseum von seinen laufenden Einnahmen, den Zuwendungen der Sponsoren und Freunde sowie der unbezahlbaren ehrenamtlichen Hilfe der Vereinsmitglieder. Neben dem bedauerlichen Umstand, dass die Öffentlichkeit sich der Bedeutung dieser Sammlung nur sehr langsam bewusst wird, ist der inzwischen chronische Platzmangel das wohl größte Problem. Es klingt paradox, aber die Fahrzeugausstellung leidet unter der Fahrzeugdichte. Und das, obwohl nur etwa zwei Drittel des Bestands gezeigt werden. Den Rest verteilt sich auf verschiedene regionale Depots, teilweise steht die Technik unter freiem Himmel. Alternative Lösungen gibt es viele, bezahlbar sind jedoch nur wenige. Erst jüngst musste der gesamte Vorplatz und Eingangsbereich des Museums einer neuen Fahrspur der Burgstädter Straße weichen, was das Platzproblem abermals verschärfte. Trotz solcher Widrigkeiten lässt sich die zehnjährige Bilanz des Sächsischen Nutzfahrzeugmuseums mit einem Wort umschreiben: bemerkenswert.

© by Thomas Schubert • webmaster@nutzfahrzeugmuseum.de